Anatomie der Hand

Zur Anatomie der menschlichen Hand

Die Hand wird von zwei zentralen Nervenbahnen durchzogen, dem Ulnar-Nerv und Carpal-Nerv. Wenn umgangssprachlich von Carpal- tunnelsyndrom gesprochen wird,
werden meist mehrere Probleme in einen Topf geworfen. Der Ulnar-Nerv führt, wie man in der Zeichnung gut sehen kann, am Außenballen der Hand zum kleinen- und Ringfinger.

Er reagiert nicht so empfindlich auf das Abwinkeln der Hand, dafür aber negativ auf Druck im Ballenbereich. Speziell bei Rennradlenkern ist der Druck auf den äußeren Handballen und damit auf den Ulnar- Nerv maximal. Dieser Druck führt zu Taubheitsgefühlen und Schwächen in der Handmuskulatur. Eine zweite Problemquelle ist der Zentral-Nerv (Median-Nerv). Er verläuft durch einen schmalen Tunnel im Handgelenk (Carpaltunnel).

Druck und das Abwinkeln der Hand führen hier zum bekannten Carpal-tunnelsyndrom. Das Carpaltunnelsyndrom führt zu Taubheitsgefühl und Schwächen an Daumen, Mittel- und Zeigefinger.

In schweren Fällen verschwindet das Taubheitsgefühl erst lange nach der Radtour oder wird über Nacht schlimmer, da das Gewebe der Hand dazu tendiert, nachts leicht anzuschwellen.

Zusammengefasst kann man also sagen:

 

Schmerzen und Taubheitsgefühle in den Händen entstehen zu 90% aus folgenden Gründen:

1. Druck auf den Ulnar-Nerv der den kleinen- und ulnaren Teil des Ringfingers versorgt.
2. Druck auf den Carpaltunnel (versorgt die restlichen Finger)
3. Unnatürliche abgeknickte Haltung der Hand im Handgelenk.
4. Erschütterungen und Vibrationen, die Sehnen und Nerven irritieren.